Die beiden Bürgermeister, Herr Chantol und ich (mit Übersetzung durch Herrn Chantol) haben sodann von einem Podium aus alten Schulbänken die erwarteten Begrüßungs- und Eröffnungsreden gehalten; der Rest der Teilnehmer musste in Ermangelung der Stühle auf dem Boden sitzen.

Herr Chantol und ich haben den Einwohnern schließlich noch das Konzept unseres Touristen-Cafe´s zur Finanzierung unserer Hilfsprojekte in Preksromot erklärt und den ersten Mitarbeiter der Preksromoter Müllabfuhr vorgestellt.
Anschließend wurde der erste Kaffee im Cafe´ Colonia vom Bürgermeister persönlich gekocht und serviert. Der Kaffee schmeckte zu unserer Überraschung wirklich hervorragend und schlägt das Angebot in den meisten Hotels (auch unserem) um Längen. Die Stimmung unter den Teilnehmern unserer zwanglosen Eröffnungsfeier war ziemlich ausgelassen, was wir als gutes Omen für die Zukunft unseres Cafe´s und des Müllprojekts aufgefasst haben.
Der entsprechend unseren Recherchen in Battambang für die erste Test- und Erprobungsphase recht kleine Kompostierplatz erhält auf einer Fläche von 6 x 4 m einen Betonboden und ein Dach. Daran anschließend folgt ein offener Anlieferungs- und Sortierplatz von 4 x 4 m und schließlich der umzäunte zentrale Sammelplatz für die nicht kompostierbaren Abfälle auf einer Fläche von 10 x 4 m. Hier sollen separat Pappe und Papier, Flaschen, Plastikfolien, andere Verkäufliche Plastikmaterialien (Joghurtbecher etc.) und schließlich der für die Deponie vorgesehene (unverkäufliche) Restmüll gelagert werden. Bierdosen und andere Büchsen werden wir im Cafe´ sammeln.
Lokale Kleinhändler sollen wegen des hohen Diebstahlrisikos in möglichst kurzen Zeitabständen (täglich ?) Dosen, Papier und Pappe etc. aufkaufen. Die Plastikfolien werden bei ausreichender Menge zu einem Händler nach Battambang oder Pnom Penh transportiert und der Restmüll muss zur zentralen Mülldeponie von Siem Reap gefahren werden.
Derweil haben unsere Preksromoter Freunde fleißig weiter geklempnert und gebaut.
Später am Tag haben wir festgestellt, dass man das Cafe´ in der Regenzeit hervorragend als Sprungbrett für ein erfrischendes Bad in den Fluten nutzen kann.Auf dem Rückweg nach Siem Reap haben wir dann noch den Baufortschritt bei den Brunnen in Travkhit begutachtet und in Siem Reap beim altbekannten Sanitär-Baustoff-Händler fehlende Teile für die Rohrleitungen im Cafe´ gekauft. Hier galt wie immer: gut Palaver braucht Weile und darüber wurde es dann auch schnell dunkel.

In dem Sinne
Horst-G. Lippold
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